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Fußball bedeutet mehr als nur 22 Spieler die einem Ball nachlaufen

Die Legende Raul

Posted on | November 23, 2010 | Kommentare deaktiviert

Raul

Raul (Quelle: schalke04.de)

Was unterscheidet einen weltklasse Stürmer von einer Legende. Auf den ersten Blick vermutlich gar nicht so viel. Es geht um Tore. Um wunderschöne Tore, die nicht nur zufällig fallen, sondern gewollt sind. Die Abwehrspieler müssen Angst habe, wenn ein weltklasse Stürmer in die Nähe des Strafraums kommt. Denn er kann jederzeit ein Tor schießen auch wenn die Chance noch so klein ist. Doch eine Legende bringt noch mehr mit. Das beste Beispiel ist Raúl González Blanco – kurz Raul.

Nicht nur, weil Raul erst kürzlich mit seinem Doppelpack beim 3:1 Sieg von Schalke 04 gegen Tel Aviv einen unfassbaren Rekord aufgestellt hat. (70 Tore in der Champions League) Dieser Stürmer hat Persönlichkeit und demonstriert sie in jeder Sekunde die er im Rampenlicht steht.

Als Raul im Alter von 13 Jahren das erste Mal einem großen Fussballverein beitritt war er noch relativ unscheinbar. Der Name des Vereins: Madrid. Athletico Madrid! Dank seiner Leistung wurde schnell der Stadtrivale Real Madrid auf ihn aufmerksam. Nach etwas mehr als 2 Jahren bei Athletico wechselt er also ins verfeindete Lager. Bei manch einem Fussballspieler wäre dieser Wechsel wohl mit Hasstiraden und Schmährufen abgelaufen. Doch nicht bei Raul. Er war stets ehrlich, zielstrebig, hart arbeitend und bescheiden. Diese Eigenschaften schätzt nicht nur der spanische Fan, sondern (wie sich später zeigen sollte) jeder Fussballfan auf der Welt. Aber das allein macht ihn noch nicht zur Legende. Es ist aber seine Persönlichkeit, die ihn auch so außergewöhnlich macht.

Bei Real Madrid gehörte er von Anfang an zu den Publikumslieblingen. Ein Junger aus der Stadt. Ein Junge der arbeitet und sich für den Verein aufopfert. Und vorallem ein Junge, der verdammt gut weiß wie man wichtige Tore schießt. Eines seiner bekanntesten Tore ist das Siegtor beim Weltpokalfinale 1998 in Tokio gegen Vasco da Gama.

Zusammen mit Zinedine Zidane, Luis Figo, Roberto Carlos und anderen gehörte er zu den Galaktischen von Real. Er war Teil dieses Allstar-Teams, das unter dem Namen Real Madrid erfolgreicher war, als es den Madrelenen in den letzten Jahren geglückt war. Mal ganz von der spielerischen Klasse und Leichtigkeit abgesehen. Spanische Meisterschaft, spanischer Pokal, Champions League. Dazu Welttorjäger im Jahr 1999. Spanischer Torschützenkönig, Spaniens Fussballer und Sportler des Jahres. Und jetzt also auch Rekordtorschütze in der Champions League. Der Königsklasse des europäischen Fussballs.

Real Madrid und der spanische Fussball haben ihm viel zu verdanken. Wer nie in Skandale verwickelt war, in jeder Sekunde seiner Vorbildfunktion als Fussballer nachkommt, und sich für den Verein und die Fans aufopfert, der hat Anerkennung verdient. Anerkennung über Ländergrenzen hinweg. Auch in Deutschland und bei Schalke 04 ist Raul auf dem besten Weg sein fussballerisches Vermächtnis in andere Dimensionen zu heben. Erinnern wir uns nur kurz an das letzte Tor gegen Werder Bremen.

Raúl González Blanco ist nicht bloß ein außergewöhnlicher Fussballer. Er ist das eigentlich sowas wie das perfekte Bild eines erfolgreichen Sportlers. Er ist schlicht und einfach eine Legende.

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