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Fußball bedeutet mehr als nur 22 Spieler die einem Ball nachlaufen

Schade Jungs, wir gewinnen die WM dann halt ohne euch

Posted on | Juni 10, 2010 | Kommentare deaktiviert

Kevin Prince Boateng. Ein Name, der bei deutschen Fussballfans vor der WM 2010 für hitzige Diskussionen sorgt (und über den es ein sehr lesenswertes Portrait bei Zeit.de gibt!). Der Leittragende des Fouls ist Michael Ballack, der die Fussball WM vor dem heimischen TV verfolgen muss. Doch er ist nicht der einzige. Es gibt eine ganze Reihe von großen Namen im Weltfussball, die  keine Highlights bei der WM 2010 setzen können.

Aus Deutschland können Rene Adler, Heiko Westermann, Simon Rolfes und Michael Ballack nicht antreten. Zu unseren Jungs gesellen sich zum Beispiel Alex Frei (Schweiz), Anderson (Brasilien), Jose Bosingwa, Nani (beide Portugal), Lassana Diarra (Fankreich), John Obi Mikel (Nigeria), Michael Essien (Ghana), Rio Ferdinand und nicht zuletzt David Beckham (beide England). Übrigens auffällig viele Spieler von Chelsea London, oder?
Liegt das an der kurzen Vorbereitungszeit? Ist der hohe Wettbewerbsdruck schuld oder die vielen Länderspiele zwischendurch, über die sich Uli Hoeneß schon letztes Jahr beschwert hat? Kann es sein, dass die Belastung für den Körper zu hoch ist?

Quatsch! Dieses Jahr sind alleine bei der deutschen Nationalmannschaft 45 (!) Betreuer für 23 Spieler mit nach Südafrika gereist. Sicher ist, dass diese Betreuer auch im Vorfeld während der Vorbereitungszeit bei Lahm, Schweinsteiger und Co. gewesen sind und ihre Wunderhände einsetzen konnten. Doch bei aller Vorsicht wird immer vergessen: Fussball ist kein Ballett! 90 Minuten lang wird gesprintet, gesprungen, gefoult, gekämpft. Das ist es worum es im Fussball geht. Leidenschaft und Einsatz für den Sieg. Nur darum geht es. Dafür werden jährlich hunderttausende Tickets verkauft.

Dass sich jetzt ca. 25 Spieler (von über 730 Spielern) verletzt haben ist schade und traurig, aber es war die letzten Weltmeisterschaften nicht anders. Jetzt heißen die Heimfahrer halt Ballack, Essien und Mikel, damals war es zum Beispiel der Engländer Michael Owen. Ich freue mich jetzt umso mehr neue Spieler zu sehen, die sich vor den Augen der Welt ins Rampenlicht spielen. Und unsere Jungs werden auch mit einem Schweinsteiger, Lahm und Özil ein Wort um die WM Krone mitreden!

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