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Fußball bedeutet mehr als nur 22 Spieler die einem Ball nachlaufen

Stellt den Sekt schon mal kalt, Borussen!

Posted on | Januar 16, 2011 | Kommentare deaktiviert

damals wie heute mit dabei - der Brasilianer Dede

damals wie heute mit dabei - der Brasilianer Dede

Beim Rückrundenauftakt fragten kommerzkritische St. Pauli-Fans per Banner “Wo ist der Deinhard?” – Fakt ist, in Dortmund kann man den Sekt getrost kalt stellen. Die Meisterschaft ist den Schwarz-Gelben wohl kaum noch zu nehmen. Was bedeutet das für den Rest der Bundesliga-Saison?

Drei Gastgeschenke in sechs Minuten reichten, um am Freitag aus einem bis dahin spannenden Spitzenspiel ein Schaulaufen für den neuen deutschen Meister zu machen. Denn seien wir doch mal ehrlich – Wer soll die Dortmunder bitte jetzt noch auf dem Weg zu ihrem siebten Meistertitel  aufhalten?

Zwölf Punkte Vorsprung auf die Höhenflieger aus Hannover, 13 auf das Verfolgerduo Mainz und Leverkusen und ganze 16 auf den Rekordmeister aus der bayrischen Landeshauptstadt. Bei noch 48 zu vergebenden Punkten ist zwar rechnerisch noch alles möglich, aber dennoch: Selbst bekannte Buchmacher haben Wetten auf den Meister Borussia Dortmund mittlerweile aus dem Angebot genommen – und das bereits nach dem ersten Spieltag der Rückrunde. Chapeau liebe Dortmunder!

Doch droht uns nun eine langweilige Rückrunde? Mitnichten. Gerade der Abstiegskampf wird wohl wieder eine spannende Sache. Vor allem die rheinischen Rivalen Köln und Gladbach werden noch einen heißen Frühling erleben. Während die Fohlen den Grundstein zur Mission mit dem Auswärtserfolg in Nürnberg gelegt haben, konnten die Geißböcke trotz 1:0-Führung und Überzahl keinen Dreier vom Betzenberg entführen. Dennoch ist man am Dom nur zwei Punkte hinter den Freunden aus St. Pauli, die sich auf dem rettenden 15. Platz befinden.

Absolute Wundertüten bleiben wohl auch in der Rückrunde die vor der Saison sträker erwarteten Teams aus Schalke, Wolfsburg und Bremen – Alle Teams stecken mehr oder weniger im unteren Mittelfeld der Tabelle fest und müssen aktuell eher darauf achten, Punkt gegen den Abstieg zu sammeln. Höhere Ambitionen dürfen diese Mannschaften (noch) nicht reklamieren.

Die größte Überraschung stellt derzeit aber wohl eine Mannschaft dar, die sonst im Lexikon mit einem Foto neben dem Schlagwort “graue Maus” platziert ist: Hannover 96 hat sich klammheimlich zum ersten Verfolger der Dortmunder “gemausert” und meldet ernsthaft internationale Ansprüche an. Ob sich das Team aus Niedersachsen aber bis zum 34. Spieltag unter den Top-Fünf halten kann ist fraglich. Aber vielleicht ist gerade Das die Stärke der Hannoveraner. Irgendwie hält es niemand für möglich, dass sich der Verein noch lange so weit oben hält. Wenn man sich die Kontinuität und Sachlichkeit des Auftretens der Männer von Mirko Slomka aber anschaut, sollte man die Elf auf dem Zettel haben, wenn es um die Europa-League geht.

Wir werden sehen, wie es weitergeht. Was meint ihr? Wer zieht in die Champions-League und wer wird nächstes Jahr in Paderborn und Osnabrück antreten müssen, anstatt in der Allianz-Arena oder vor 80.000 stolzen Meisterfans in Dortmund zu spielen?

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